Der All­tag und die Ent­wick­lung der Kin­der sind durch den Stras­sen­ver­kehr geprägt. Lei­der fin­det aus ver­schie­de­nen Grün­den eine zuneh­men­de Ver­drän­gung der Kin­der von der Stras­se weg statt, die dazu führt, dass die Kin­der spä­ter selb­stän­dig wer­den, weni­ger Bewe­gung haben und weni­ger Freun­de tref­fen kön­nen. Dies wie­der­um schä­digt die per­sön­li­che Ent­wick­lung der Kin­der, ins­be­son­de­re ihr Selbst­wert­ge­fühl und das Ver­trau­en in ihre Kom­pe­ten­zen. Aber auch das Quar­tier­bild ver­än­dert sich: An Stel­le der sich bege­ge­n­en­den Erwach­se­nen und spie­len­den Kin­der nimmt der Stras­sen­ver­kehr den Platz ein, das Quar­tier ver­liert an Leben­dig­keit.

Wir setz­ten uns daher für Begeg­nungs­zo­nen und Tem­po 30 in den Quar­tie­ren ein sowie für  die Ver­net­zung der Stras­sen­räu­me unter­ein­an­der und siche­re Fuss­we­ge zu den für die Kin­der wich­ti­gen Auf­ent­halts­or­ten wie Schu­le, Kin­der­gar­ten oder Spiel­plät­ze.

Die beson­de­re Gefähr­dung der Kin­der im Stras­sen­ver­kehr ergibt sich, weil sie einer­seits auf Grund ihrer Ent­wick­lung weni­ger gut in der Lage sind, sich sicher im Stras­sen­ver­kehr zu bewe­gen: Sie sind ablenk­ba­rer und impul­si­ver, kön­nen Distan­zen und Geschwin­dig­kei­ten weni­ger gut ein­schät­zen und haben ein gerin­ge­res Gefah­ren­be­wusst­sein. Aus­ser­dem haben sie ein viel klei­ne­res Sicht­feld (sie­he unten), haben dadurch weni­ger den Über­blick und wer­den auf Grund ihrer Kör­per­grös­se weni­ger gut gese­hen .