Die Ein­füh­rung von Tem­po 30 in den Schwei­zer Wohn­quar­tie­ren ist eine wich­ti­ge Mass­nah­me zur Ver­bes­se­rung der Ver­kehrs­si­cher­heit. Bei Tem­po 30 wird das Blick­feld des Auto­fah­rers brei­ter, die Brem­se­we­ge wer­den kür­zer (sie­he Bild unten); gegen­über Tem­po 50 kann eine Reduk­ti­on der Unfäl­le um 15–20% und eine Reduk­ti­on der ver­letz­ten Per­so­nen um 30–50% erzielt wer­den (Quel­le bfu).

Durch die Reduk­ti­on der Geschwin­dig­keit ver­kürzt sich der Anhal­te­weg, dadurch sinkt die Kol­li­si­ons­wahr­schein­lich­keit. Die Unfall­schwe­re nimmt ab und die Über­le­bens­chan­cen bei einer Kol­li­si­on sind deut­lich höher.

Es ent­steht bei Tem­po 30 eine ver­bes­ser­te Wahr­neh­mung aller Ver­kehrs­teil­neh­mer, da durch das brei­te­re Gesichts­feld der Auto­mo­bi­list z. Bsp. auf dem Trot­toir spie­len­de Kin­der bes­ser erken­nen und im Auge behal­ten kann. Er kann dadurch bes­ser auf nicht vor­her­seh­ba­re Ver­hal­tens­wei­sen reagie­ren. Dadurch ent­steht eine Ver­kehrs­kul­tur, die an die Bedürf­nis­se der Quar­tier­be­woh­ner ange­passt ist. Eben­so wird der Lärm durch die Tem­po­re­duk­ti­on mini­miert. Die Lebens- und Auf­ent­halts­qua­li­tät in den Quar­tie­ren nimmt zu.